Projektstellen und Projekte

Die Förderung der ersten missionarischen Projektstellen und Projekte sind inzwischen entschieden worden. Welche genau, das finden Sie hier in einer Kurzbeschreibung.

Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an die jeweils angegebene Kontaktadressen oder an:
Pfr. Roland Kutsche
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037204/50715

Projekt „Grenzerfahrung“

Ein langer Weg liegt hinter uns: Seit 2013 haben wir nun schon daraufhin gearbeitet die Möglichkeit zu erhalten, den besonderen missionarischen und seelsorgerlichen Aufgaben in Oberwiesenthal gerecht zu werden. Aus einem Wunsch wurde eine Vision und aus dieser Vision entstand ein Konzept: Projekt Grenzerfahrung!

Initiiert und getragen von der Ev.-Luth. Kirchgemeinde an Fichtelberg und Bärenstein wird unser Projekt vom Kirchenbezirk Annaberg und unseren Schwestergemeinden unterstützt und durch die Initiative „Missionarische Aufbrüche“ der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens gefördert. Unter der Leitung des zukünftigen Stelleninhabers/der zukünftigen Stelleninhaberin wird das Projekt Grenzerfahrung“ gemeinsam mit dem bestehenden Projektarbeitskreis sechs Jahre lang in die Gemeinde Oberwiesenthal hineinwirken, die Chancen in den Arbeitsbereichen Sport und Tourismus nutzen und sogar im grenzüberschreitenden Miteinander zu Tschechien neue Akzente setzen. GrenzerfahrungWir wissen, welches Geschenk und welche Chance die Projektförderung für die Gemeinde und auch die Sport- und Tourismusstadt Oberwiesenthal darstellt. Mit aller Kraft und Gottes Hilfe wollen wir dem Vertrauen in uns gerecht werden und alles daran setzen, die Erwartungen an unsere Ideen zu erfüllen.

Neben den eigenen Zielen ist das Projekt „Grenzerfahrung“ in unseren Augen auch ein wichtiges Mosaikstück für den Weg der Stadt Oberwiesenthal in die Zukunft und der Stelleninhaber/die Stelleninhaberin soll zum Mitstreiter, Motivator und als verbindendes Element zwischen allen werden, die in deutschlands höchstgelegener Stadt am Fuße des Fichtelbergs etwas bewegen wollen. Somit werden Evangelium und Kirche segensreich über die Gemeindegrenzen hinweg wirken und zum festen Bestandteil bestehender und neuer Netzwerke werden.

Grenzerfahrung heißt, etwas zu riskieren, ans Limit zu gehen. Damit umgehen zu lernen, wenn man seine Grenzen erreicht hat. Aber ganz oft auch zu erleben, wie sich Grenzen verschieben oder gar durchbrechen lassen. Deshalb gehen Grenz- und Glaubenserfahrungen ganz oft Hand in Hand, was wir für die Verkündigung des Evangeliums nutzen wollen.

30.000 neue Wohnung in 10 Jahren – Und was macht „Kirche“?

In Leipzig werden in den nächsten 10 Jahren (mindestens) 30.000 neue Wohnungen gebaut. Das Besondere dabei: Es werden ganze Stadtquartiere neu entstehen: auf ehemaligen Bahnflächen am Bayerischen Bahnhof, westlich des Hauptbahnhofs und in Gohlis auf ehemaligem Kasernengelände.

In einem intensiven Prozess entstand der Antrag des Kirchenbezirks Leipzig, angesichts dieser Perspektive für die „Entwicklung kirchlicher Arbeit in neuen Stadtquartieren“ eine Pfarrstelle im Rahmen der Initiative missionarischer Aufbrüche zu beantragen. Es löste große Freude aus, als die Information einging, dass die Landeskirche diesem Antrag entspricht. BildLoebau

In den nächsten Jahren wird es darum gehen, mit den Kirchgemeinden, auf deren Gebiet die neuen Stadtquartiere entstehen, sich der Situation zu stellen und Formen zu entwickeln, wie Kirche in neuen Stadtquartieren leben kann. Mit der Diakonie bestehen Kontakte, um die Entwicklung sozialer/diakonischer Projekte gemeinsam abzustimmen.

Diese Arbeit wird Kirchgemeinden verändern, neue Formen von Kirche entstehen lassen und Menschen motivieren, ihre Glaubenserfahrung zu teilen und mit anderen zu leben. Unserer Landeskirche wird durch dieses Projekt neue Erfahrungen machen.

Erprobungsgemeinschaft – Projektstelle Marienberg

Kirche ist Bewegung! Genaugenommen ist sie Gottes Bewegung hin zu den Menschen, die noch nicht da sind. Ortsgemeinden stehen jedoch für eine Kirche, die sesshaft geworden ist. Wie können die sesshaften Gemeinden vor Ort wieder Bewegung Gottes sein? Sicherlich nicht, indem sie einfach hier und da missionarische Aktionen initiieren. Sondern viel mehr indem Ortsgemeinden umdenken und entdecken, dass Mission nicht nur ein Teil der Gemeindearbeit ist, sondern eigentlich der Herzschlag für den gesamten Gemeindekreislauf.

Das Kirchenbezirksprojekt „Jahr der Erprobung“ konnte bereits einige Gemeinden mit hineinnehmen in diesen Umdenkprozess. Das geschah durch gemeinsames Erproben neuer missionarischer Schritte vor Ort. Denn Denken verändert sich vor allem durch Erfahrungen. Die missionarische Projektstelle wird nun zuerst an die Erfahrungen anknüpfen. Anliegen ist es, dass der Umdenkprozess innerhalb der Gemeinden auch weiterhin fortgesetzt wird – durch neue Erlebnisse des missionarischen Erprobens und durch einen lebendigen Austausch untereinander. Umdenkprozesse lassen sich am ehesten als Lerngemeinschaft gestalten. Damit eine solche Gemeinschaft aus dem „Jahr der Erprobung“ heraus auch langfristig Bestand haben kann, ist vor allem Netzwerkarbeit gefragt. jahr der erprobungIm zweiten Schwerpunkt der Projektstelle soll nach Wegen gesucht werden, wie sich der missionarische Herzschlag der Ortsgemeinden auch in der Öffentlichkeitsarbeit wiederspiegeln kann. Missionarische Identität verändert allerdings nicht nur das Auftreten nach außen, sondern auch das Auftreten gegenüber der nächsten Generation. So wird sich die Projektstelle im dritten Schwerpunkt zusammen mit der KJB-Mitarbeiterschaft darum bemühen, ein verändertes Selbstverständnis von Kirche auch in die Nachwuchsarbeit zu integrieren.

Da im Kirchenbezirk Marienberg speziell die FSJ-Arbeit eine Quelle zukünftiger Mitarbeiter im kirchlichen Dienst war und ist, soll vorerst genau dort angesetzt werden.

www.jahr-der-erprobung.de

„Begleitung und Gestaltung des Strukturwandels in der Lausitz“

Missionarische Pfarrstelle im Ev.-Luth. Kirchenbezirk Löbau-Zittau 2019-2025 (0,5 VzÄ)

Der Landkreis Görlitz ist der Landkreis, der sachsenweit die höchste Abwanderungsrate verzeichnet. Bis 1989 gab es durch die Ansiedlung der Braunkohleindustrie und anderer Industriezweige eine gesteuerte Zuzugswelle, es entstanden nicht nur neue Wohngebiete, sondern auch neue Städte. Nach der Wende erfolgten erste Betriebsstillegungen, ein großer Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung verließ die Lausitz. Diese Verlusterfahrungen prägen bis heute. LöbauIn diesem Jahr ist der bundesweite Ausstieg aus der Braunkohleförderung bis 2038 beschlossen worden. Davon ist auch das Lausitzer Revier betroffen. Hier arbeiten 8.000 Menschen direkt und 14.000 Arbeitnehmer in angeschlossenen Industriezweigen in der Kohleförderung und -verstromung. Die Lausitz ist das zweitgrößte Braunkohlerevier in Deutschland, ein Drittel der Gesamtfördermenge der Bundesrepublik wird hier abgebaut.
Prognosen gehen nun davon aus, dass bedingt durch den Braunkohleausstieg in den kommenden Jahren erneut ein Großteil der arbeitsfähigen Bevölkerung, darunter viele Familien, die Lausitz verlässt.

Was also wäre in der Modellregion Lausitz modellhaft an kirchlichem Engagement? Wie kann Kirche inmitten sozialer und wirtschaftlicher Umbrüche verlässlicher Partner der Menschen und Institutionen sein – und damit ein Bleiben in der Lausitz und das Mitgestalten der Region ermöglichen?

LöbauDie missionarische Pfarrstelle soll deshalb den Menschen in der Lausitz sowie den Akteuren der verschiedenen Lebens- und Verantwortungsbereiche eine Plattform für Reflexion und Dialog bieten, zu zivilgesellschaftlichem Engagement in der Region Lausitz ermutigen sowie religiöse Bildungsarbeit leisten und so zur Stabilität der Gesellschaft in einer strukturschwachen ländlichen Region beitragen.

Konkret ergeben sich aus heutiger Sicht folgende Arbeitsbereiche:

  • Vernetzung, Gremienarbeit (landeskirchen- und länderübergreifend)
  • Bildungsangebote, Dialogforen
  • Seelsorgeangebote, Gottesdienste in den Betrieben und an den Rekultivierungsorten
  • Seelsorgeangebote für Führungskräfte in Umstrukturierungsprozessen
  • Zukunftswerkstatt Lausitz auf dem OberlausitzKirchentag und dem DEKT
  • Wissenschaftliche Evaluation zur Verkündigung im säkularen Raum: „Reden von Gott im säkularen Umfeld – Strukturwandel in der Lausitz als Kirche begleiten“

Es wird eine enge Zusammenarbeit mit dem „Zentrum für Dialog & Wandel“ der EKBO in Cottbus angestrebt.

Meine Jugendfeier Chemnitz - ein Übergangsritual ins Jugendalter

Finde deine Frequenz“: begleitet durch die Evangelische Jugend und die Katholische Dekanatsjugend in Chemnitz
Die Jugend ist eine sehr prägende Zeit für Körper und Persönlichkeit. Daher lohnt es diesen “Anfang” oder “Übergang” mit einer Feier zu begehen – genau um diesem wichtigen Lebensabschnitt einen angemessenen und bedeutsamen Anfangspunkt zu geben und zu feiern. Das Heranwachsen und Entwickeln in der Jugendphase ist eine Phase von Unsicherheiten, Rollen- und anderen Konflikten, veränderter Wahrnehmung des Selbst, dem eigenen Körper und der Umwelt.

In dieser sensiblen Phase gibt das Projekt Orientierungs- und Reflexionsangebote gesellschaftlicher, persönlicher und christlicher Perspektiven. MEINEJUGENDFEIER ist als christlich motiviertes Übergangsritual zu verstehen. Die Jugendlichen legen kein Bekenntnis konfessionellen Inhaltes ab. Es findet keine Aufnahme in die (Kirchen-) Gemeinde statt.

Getragen von der evangelischen Jugendarbeit und der katholischen Dekanatsjugend - zielt das Projekt auf Jugendliche ohne konfessionellen bzw. christlichen Hintergrund. Grundsätze des Projektes, sowie Motive der Mitarbeitenden sind die Reflexion der Lebenswelt, Gesellschaft und Werte auf Grundlage christlicher und ethischer Werteorientierung.
Durch den organisatorischen Rahmen des Projektes wird das Wachstum an Selbstständigkeit und Verantwortung für eigene Ideen, Handlungen, Visionen erprobt. In die Planung und Vorbereitungen für die Jugendfeier sind die Jugendlichen inhaltlich sowie praktisch eingebunden. Die Auswahl an Musik, Gestaltung, Verpflegung und Ablauf werden in Elternabenden und den Kurseinheiten immer wieder thematisiert, sodass sich eine individuelle Feier für die Teilnehmer entwickeln kann.

Ein Kurs besteht aus 9 Gruppentreffen incl. eines Wochenendes, 2 Elternabenden und der Jugendfeier am Ende des Schuljahres.

BildLoebauwww.meinejugendfeier.de

Die eigenen Fähigkeiten ausprobieren. Vertrauen entwickeln. Aufgefangen werden. Auch diese Erfahrungen können Jugendliche bei den Vorbereitungen der Jugendfeier in Chemnitz sammeln.
Foto: J. Köst

 
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